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nuklearer Katastrophenschutz


Nuklearer Katastrophenschutz

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Das unterfränkische Kernkraftwerk Grafenrheinfeld (KKG) befindet sich zwei Kilometer südwestlich von der Gemeinde Grafenrheinfeld und nahm 1982 seinen Betrieb auf. Seit 27. Juni 2015 ist es abgeschaltet.

Der Druckwasserreaktor hat eine elektrische Bruttoleistung von 1.345 Megawatt (MW) und gehört damit zu den größten Kernkraftanlagen der E.ON Kernkraft GmbH. Jährlich wurden mehr als 10 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert. Damit deckte das KKG rund 15 % des Strombedarfs in Bayern. Das erforderliche Kühlwasser wird dem Main entnommen. Die entstehende Wärme wird über die beiden Kühltürme an die Atmosphäre abgegeben.
Im Jahr 2006 wurde auf dem Betriebsgelände das Standortzwischenlager Grafenrheinfeld für abgebrannte Brennelemente in Betrieb genommen.

Bau und Betrieb von Kernkraftwerken unterliegen in Deutschland höchsten sicherheitstechnischen Anforderungen. Für den deshalb sehr unwahrscheinlichen Eintritt eines kerntechnisch relevanten Ereignisses mit Außenwirkung für die Bevölkerung treffen die Katastrophenschutzbehörden durch die Erstellung von Katastrophenschutzplänen und regelmäßigen Übungen Vorsorge, um auch das nicht ausschließbare Restrisiko so gering wie möglich zu halten.

Die Betreiber von Kernkraftwerken sind außerdem durch das Strahlenschutzvorsorgegesetz und die dazu erlassene Strahlenschutzverordnung verpflichtet, die Bevölkerung, die bei einer radiologischen Notstandsituation betroffen sein könnte, über die Sicherungsmaßnahmen und das richtige Verhalten bei solchen Ereignissen zu informieren. Eine vom Betreiber des Kernkraftwerkes Grafenrheinfeld aufgelegte Informationsbroschüre, in der die erforderlichen Angaben zum Schutz der Bevölkerung auf den neuesten Stand gebracht worden sind, dient diesem Ziel.
Diese Broschüre „Ratgeber für die Bevölkerung in der Umgebung des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld“ können Sie hier herunterladen.
Ebenso können Sie die Strahlenmeßkarte für den 25km-Umkreis um das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld hier herunterladen.

Auf Grund der Beschlüsse der Innenministerkonferenz vom 11./12. Dezember 2014 sind allerdings die Katastrophenschutz-Sonderplanungen in der Umgebung kerntechnischer Anlagen an neue Vorgaben und Regelungen anzupassen. Dies gilt auch für Anlagen die, wie das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld, abgeschaltet wurden.

Die angepassten Katastrophenschutz-Sonderplanungen befinden sich gerade in der Ausarbeitung. Die Federführung hat die Regierung von Unterfranken in Zusammenarbeit mit den Landratsämtern.

Weiterführende Informationen:

 

Stand: 05.06.2018