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Tierseuchen


Als „Tierseuchen“ werden seuchenhaft auftretende, d.h. sehr leicht auf andere Tiere (oder Tiere und Menschen) übertragbare Erkrankungen bezeichnet.
Bei den für Menschen entstehenden Folgen ist zu unterscheiden zwischen:

  1. Tierseuchen, die auch auf den Menschen übertragen werden könnten und z.T. auch tödlich verlaufen können (Bsp. Tollwut)
  2. Tierseuchen, die für andere Tiere so ansteckend sind, dass eine schnelle Ausbreitung v.a. in Nutzviehbeständen zu befürchten ist, mit den daraus resultierenden ruinösen Folgen für Landwirtschaft, Tierschutz, Versorgung der Bevölkerung (Bsp. Maul- und Klauenseuche) usw.; diese Seuchen sind primär für den Menschen aber meist harmlos und ungefährlich

Die Melde- und Anzeigepflichten für Tierseuchen sprechen v.a. die Fachkräfte im Bereich der Tierhaltung an, wie z.B. Landwirte, praktische Tierärzte, Fleischbeschaupersonal oder Personal in den Tierkörperbeseitigungsanstalten.
Diese Bevölkerungsgruppe muss alle Hinweise, die auf ein solches Problem schließen lassen, melden bzw. anderweitig abklären (z.B. Landwirte, die vermehrte Sterbefälle bei Ferkeln beobachten, sind verpflichtet, besonders fachlich ausgebildete praktische Tierärzte zu Rate zu ziehen usw.) Für den Laien, der kaum Kontakt zu wildlebenden Tieren oder Nutzvieh hat ist demgegenüber in Friedenszeiten zu verlangen, dass er durch sein Verhalten die Einschleppung von Viehseuchen in unsere Tierbestände verhindert. Die Mitnahme von Reiseproviant (tierische Lebensmittel) aus Ländern mit aktuellem MKS- oder Schweinepestgeschehen sollte deshalb in jedem Fall unterbleiben, Speisereste oder Wildrtierkadaver nicht in Klauenviehhaltungen verbracht werden (z.B. Wurstbrot für den „Streichelzoo“).

Bei Fundtieren, z.B. überfahrenen Füchsen oder Vögeln, besteht bei Fehlen typischer Veränderungen primär zwar noch kein Tierseuchenverdacht, es sollten jedoch immer die allgemeinen Hygienemaßnahmen beachtet werden (Einweghandschuhe bzw. nicht berühren etc.). Besser ist hier in jedem Falle, den Beseitigungspflichtigen (z.B. Grundeigentümer, Baulastträger) zu informieren.
 

Weiterführende Informationen:

 

 

 

Stand: 05.06.2018